Mit diesen Worten beschrieben unsere Schülerinnen und Schüler ihre Eindrücke von einer generations- und schulübergreifenden Gedenkstättenfahrt, die uns auf die Spuren der Moerser Opfer des NS-Regimes führte. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Anne-Frank-Gesamtschule sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmern der VHS Moers besuchten wir unter der Leitung von Stefan Otto-Bach vom Verein „Erinnern für die Zukunft Moers e. V.“ Orte des Gedenkens in Berlin, Oranienburg und Brandenburg an der Havel.
Bereits im Vorfeld hatten sich 21 Schülerinnen und Schüler aus der EF und Q1 im Rahmen einer AG intensiv auf die Fahrt vorbereitet. Vor Ort setzten sie sich in Führungen und Workshops vertieft mit Themen wie dem Widerstand gegen das NS-Regime, politischer Verfolgung und den NS-„Euthanasie“-Morden auseinander.
Auf dem Programm standen unter anderem Besuche der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin, der Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg sowie der Gedenkstätte für die Opfer der „Euthanasie“-Morde in Brandenburg an der Havel. An diesen historischen Orten diskutierten unsere Schülerinnen und Schüler engagiert über Handlungsspielräume von Verfolgten, Mitläufern und Tätern.
Der Besuch der ehemaligen Tatorte machte auf eindrucksvolle Weise das Ausmaß der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft deutlich und zeigte, wie wichtig es ist, Erinnerung lebendig zu halten.
Ein besonders bewegender Moment der Fahrt war eine von unseren Schülerinnen und Schülern eigenständig vorbereitete und durchgeführte Gedenkfeier für die Familie Leiss im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen. Die Familie Leiss wurde 1943 unter dem Vorwand der „Sippenhaft“ von Moers in das KZ Sachsenhausen deportiert und dort ermordet.
Nach den intensiven und inhaltlich anspruchsvollen Programmpunkten kam auch die gemeinsame Freizeit am Abend nicht zu kurz. Sie bot den Schülerinnen und Schülern Raum, die Eindrücke des Tages miteinander zu teilen und zu reflektieren.
Ein großer Dank gilt Stefan Otto-Bach, der diese Fahrt durch sein außergewöhnliches Engagement und seine umfassende Planung umgesetzt hat. Ebenso danken wir unserem Förderverein für die finanzielle Unterstützung sowie dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) und der VHS in Moers, die die Durchführung der Fahrt ebenfalls ermöglicht haben.
Am Ende der Woche waren sich schließlich alle Teilnehmenden einig: Die Fahrt war eine eindrucksvolle und wichtige Erfahrung, die noch lange nachwirken wird, denn „Erinnerung heißt auch Verantwortung dafür zu übernehmen, dass Ausgrenzung, Hass und Gewalt keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.“ – Kaan (Q1)




